Airbus-Rüstungssparte will 2300 Stellen streichen

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Airbus will in seiner Rüstungs- und Raumfahrtsparte bis Ende kommenden Jahres mehr als 2300 Stellen abbauen. Betroffen seien auch fast 1000 Arbeitsplätze in Deutschland. Das kündigte der Chef von Airbus Defence and Space, Dirk Hoke, in einem Schreiben an die Mitarbeiter an, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.

Die Verhandlungen mit dem europäischen Betriebsrat haben am Mittwoch bereits begonnen. Von den konzernweit 134.000 Mitarbeitern des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns arbeiten 34.000 in der Rüstungssparte, knapp 13.000 von ihnen in Deutschland.

Hoke begründete die Einschnitte damit, dass die Sparte unter der Auftragsflaute im Raumfahrt-Geschäft und immer wieder verschobenen Rüstungsvorhaben leide. Daher habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren weniger neue Aufträge erhalten als Produkte ausgeliefert und stecke finanziell in einer schwierigen Lage.

“Die Zahlen senden eine klare Botschaft: Wir müssen jetzt handeln”, schrieb Hoke. Airbus Defence and Space arbeite daran, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Kosten zu senken.

Dies werde aber nicht ausreichen, es brauche zusätzliche Maßnahmen, heißt es in dem Brief. “Als Teil dieser Maßnahmen haben wir entschieden, unsere Belegschaft bis Ende 2021 um 2362 Stellen zu verkleinern.”

Der Konzern werde sich um akzeptable Lösungen bemühen.

“Ich weiß, dass dies eine emotionale Sache ist”, schrieb Hoke. “Wir haben schon früher herausfordernde Zeiten gemeistert. Und wir haben es immer auf eine verantwortungs- und respektvolle Art und Weise geschafft.”

Langfristig positive Aussichten
Die Rüstungssparte habe langfristig positive Aussichten. Dazu würden ihr Technologie- und Produkt-Portfolio beitragen sowie große Rüstungsprogramme wie der deutsch-französische Kampfjet und die Euro-Drohne. Airbus Defence and Space hatte erstmals im Dezember Sparmaßnahmen angekündigt.

Nach dem Gespräch mit dem europäischen Betriebsrat sollen die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen in den einzelnen Ländern starten, hatte Hoke bereits am Wochenende gesagt: “Die Betriebsräte wissen, dass ich um jeden Arbeitsplatz kämpfen werde. Wir werden nicht mit unverhältnismäßigen Zahlen kommen.”

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