“Besonders katastrophal für Debütanten”

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Constanze Neumann: Es ist ein großer Verlust. Uns fehlt damit die Möglichkeit des Frühjahrs, der Leseöffentlichkeit unsere AutorInnen und unser Programm zu präsentieren. Und es ist überdies auch ein wichtiges Branchentreffen – man hat Termine mit Agenten und Vertriebs- und Buchhandelspartnern.

Neumann: Doch, wenn auch in viel geringerem Maße als Frankfurt. Es ist eine Messe des Austauschs, auf der Zeit bleibt für persönliche Begegnungen und für intensive Gespräche über Bücher und Autorinnen und Autoren.

Wir hätten 13 Autorinnen und Autoren auf der Messe gehabt, eben gerade kam ein Riesenkarton mit den Flyern zu den Veranstaltungen hier rein. Die Lesungen fallen jetzt fast alle aus. Nur einige von denen, die nicht über die zentrale “Leipzig liest”-Planung liefen, finden statt. Für die Autoren ist es eine Riesenchance, sich auf den Bühnen der Stadt zu präsentieren. Besonders katastrophal ist der Ausfall für Debütantinnen und Debütanten. Leipzig bemüht sich besonders um sie; und auch um die osteuropäische Literatur. Aber für jede Autorin, jeden Autor, der nach Leipzig fahren sollte, ist die abgesagte Messe ein Verlust und eine Chance weniger.

Ich weiß es noch nicht, das prüfen wir noch. Das Geld für im Voraus bezahlte Hotelbuchungen ist natürlich weg, auch für das ganze Werbematerial. Wie das mit der Standmiete ist, können wir noch nicht abschätzen.

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