Hertha holt nach 0:3 noch einen Punkt in Düsseldorf

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Die Talfahrt von Hertha BSC ist erst einmal gestoppt. Die Berliner hatten in den Tagen zuvor keine Ruhe zur Spielvorbereitung gefunden – dafür hatten die der Öffentlickeit zugespielten Protokolle von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann gesorgt. Und zur Halbzeitpause schien das Desaster um den Hauptstadtklub auch weiterzugehen – die Berliner lagen bei Fortuna Düsseldorf 0:3 hinten. Am Ende jedoch konnten sich die Gäste doch noch über ein 3:3-Unentschieden freuen.

Er wolle die Berliner in den Abstiegskampf mit hineinziehen, hatte Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler vor der Partie angekündigt. Und genau das schien zunächst zu gelingen. Kenan Karaman (6./45.. Minute) und Erik Thommy hatten schon zur Pause für vermeintlich klare Verhältnisse gegen eine vor allem defensiv chaotisch auftretende Hertha-Mannschaft gesorgt. Thommy brachte Hertha mit einem Eigentor dann aber wieder ins Spiel (63.), Mattheus Cunha verkürzte vier Minuten später sogar auf 3:2. Krzystof Piatek gelang per Foulelfmeter der Ausgleich und der Punktgewinn.

Auf sieben Positionen hatte Berlins Trainer Alexander Nouri die Elf nach dem 0:5-Heimdebakel gegen den 1. FC Köln verändert, aber Besserung war zunächst nicht in Sicht. Der neu ins Tor gekommene Thomas Kraft musste schon nach zehn Minuten zwei Mal hinter sich greifen, schon da schien die Partie entschieden. Mit einfachen langen Pässen hatten die Düsseldorfer die Gegner in Verlegenheit gebracht, offensiv hielt Hertha sogar noch einigermaßen dagegen und hatte gute Torchancen durch die neuen Stürmer Mattheus Cunha und Krzystof Piatek. Vor allem der Pole hatte mehrfach einen Treffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier.

Aber statt eines Anschlusstreffers erhöhte Karaman auf der anderen Seite kurz vor dem Wechsel im Düsseldorfer Dauerregen auf 3:0. Wieder ließ sich die Hertha-Deckung fast ohne Gegenwehr ausspielen. Zur Pause schien das Spiel damit so gut wie gelaufen.

Nach der Pause hatten sich die Berliner etwas gefangen, die Fortuna spielte allerdings in den zweiten 45 Minuten auch mit nachlassendem Druck im Gefühl des sicheren Sieges. Der dann plötzlich noch einmal in Gefahr geriet, als zunächst Erik Thommy in der 63. Minute ein Eigentor zum 3:1 unterlief und Cunha kurze Zeit später zum Anschlusstreffer einschoss. Unvermittelt hatte sich das Spiel gedreht, Hertha bestimmte nun die Partie und belohnte sich in der 76. Minute mit dem Remis. Piatek verwandelte den Elfmeter, den Kastenmeier zuvor bei einem Zweikampf im Strafraum verursacht hatte. Fast wäre das Spiel noch komplett gedreht worden, aber Cunha traf in der 90. Minute nur den Pfosten.

Fortuna Düsseldorf bleibt bei jetzt 21 Punkten auf dem Relegationsrang, Hertha konnte den Abstand von sechs Punkten halten.

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