Reaktionen nach der Wahl

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Auch diese Ministerpräsidentenwahl in Thüringen sorgt für Gesprächsstoff: Zwar hat Bodo Ramelow (Linke) die Wahl wie von ihm gewünscht im dritten Wahlgang gewonnen. Doch seine Kür lief nicht ohne Aufreger ab.

Als Ramelow vereidigt wurde, drehten sich die AfD-Abgeordneten demonstrativ von ihm weg. Anschließend wollte AfD-Fraktionschef Björn Höcke dem Wahlsieger gratulieren, Ramelow lehnte jedoch einen Handschlag ab.

Die Szene löste umgehend zahlreiche Reaktionen aus: Die Linken-Abgeordnete Katharina König-Preuss lobte ihren Parteivorsitzenden und schrieb auf Twitter: “Stabiler Antifaschist der Bodo Ramelow.” Der Co-Vorsitzende der Thüringer AfD, Stefan Möller, warf Ramelow hingegen vor, sein Amt “missbraucht” zu haben. Höcke hingegen habe “Respekt vor dem Amt” gezeigt.

Der AfD-Fraktionschef selbst kritisierte Ramelows Verhalten in einem Interview mit dem Sender n-tv als “Manierlosigkeit” und sprach von einer “Schande für Thüringen”.

Die FDP-Abgeordneten hingegen verteidigten ihre Entscheidung, bei allen drei Wahlgängen im Plenarsaal des Landtags sitzen zu bleiben und nicht mitabzustimmen. “Auch die Nichtteilnahme an einer Wahlhandlung ist eine aktive Wahrnehmung des freien Abgeordnetenmandats. Damit wurde auch dokumentiert, dass Stimmen der FDP nicht einem der beiden Kandidaten zugeflossen sind”, erklärte die Fraktion.

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