Scooter-Anbieter Tier verleiht bald auch Mopeds

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Der Berliner E-Scooter-Verleiher Tier will künftig auch Mopeds anbieten. Dafür hat das Unternehmen den Fahrzeugbestand der Bosch-Tochter Coup erworben. Konkret handelt es sich um 5000 Fahrzeuge inklusive Ladeinfrastruktur. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Für Tier ist der Zukauf ein Alleinstellungsmerkmal in einem zunehmend härter umkämpften Markt. Zuletzt wurde etwa der Berliner Scooter-Verleiher Circ von dem finanzstarken US-Unternehmen Bird übernommen.

Große Gewinne dürften die Mopeds jedoch nicht abwerfen: Bisher war die Coup-Flotte auf den Straßen von Berlin, Paris und Madrid unterwegs, Bosch hatte den Geschäftszweig jedoch im November vergangenen Jahres aufgegeben. Eine Fortführung sei “langfristig wirtschaftlich unmöglich”, hieß es damals. Tier glaubt trotzdem an einen “wirtschaftlichen Betrieb” der Mopeds, unter anderem durch “Synergien bei der Ladelogistik”.

Das Unternehmen rechnet bei den Mopeds mit Strecken von vier bis zehn Kilometern, die durchschnittliche Fahrt eines E-Scooters dauert nur rund 1,9 Kilometer.

Über den möglichen Verkauf wurde bereits im Januar spekuliert, zuerst hatte das Wirtschaftsmagazin “Capital” berichtet. Ein naheliegender Grund: die berufliche Vergangenheit von Tier-Mitgründer Julian Blessin. Er hatte die Coup-Sparte bei Bosch einst mit aufgebaut.

Der Verleih der neuen E-Mopeds wird künftig über die bestehende Tier-App abgewickelt, die Marke Coup will der Berliner Verleiher nicht weiterführen. Ab Mai soll der Dienst an den Start gehen, zunächst jedoch nur in Berlin.

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